Warum Pflegestellen den Unterschied machen
An manchen Tagen fühlt sich alles an wie ein Tropfen auf dem heißen Stein.
So viel Mühe und Arbeit, die wir in unsere Tierschutzarbeit reinstecken und gefühlt kommt manchmal kaum oder nichts an. Verändern wir überhaupt irgendwas auf dieser Welt zum Guten? Macht das Sinn, was wir hier machen? Eigentlich machen wir viel zu wenig. Wir müssen besser werden, mehr gesehen werden, Reichweite bekommen, es reicht alles nicht, was wir machen. Das sind nur ein Bruchteil der Gedanken, die wir fast täglich haben. Rex liegt grunzend auf unserem Sofa neben mir, während ich diese Zeilen schreibe. Rex ist unser wer weiß wievielte Pflegehund für den unsere Arbeit sein komplettes Leben verändert hat. Über vier Jahre wurde er im Shelter übersehen. Ob er jemals ein anderes Leben kennengelernt hätte? Wir wissen es nicht, aber wie ihr vielleicht schon wisst sind große Rüden eher nicht die Hunde, die ein Tierheim schnell verlassen.
Die Wahrscheinlichkeit unter 300 Hunden ausgewählt zu werden, wäre also sehr gering gewesen.
Rex hat sich zudem nie in den Vordergrund gedrängt, er ist wohl einer der sanftesten Pflegehunde, die wir je kennenlernen durften und wirklich jeder Besuch der ihn kennenlernt, ist hin und weg von seiner Persönlichkeit. Also ja, für Rex haben wir wohl alles verändert, und wenn es nur das eine Leben ist, was dadurch besser geworden ist, hat es sich doch schon gelohnt, oder?
– Julia


