JULIA

JULIA

JULIA

Aufgabenbereiche: Vermittlung, Social Media, Marketing, Pflegestelle, Kooperationen, Informationsarbeit
Sonstiges: 1. Vorsitzende, Sachkunde nach §11 Tierschutzgesetz, Hundetrainerin, Pferdewirtin

1. Wie bist du zu CATDOG e.V. gekommen?

Ich habe CATDOG zusammen mit Maximilian gegründet :) Ganz genau genommen entstand der Gedanke einen Verein zu gründen durch den Einzug meiner Hündin Fina. Durch die rumänischen Wurzeln meiner Mutter verbrachte ich meine Ferien oft in Rumänien. Bei diesen Besuchen wurde ich sehr früh mit einer Realität konfrontiert, die mich sehr erschüttert hat. Ich sah unzählige Kettenhunde, Tiere, die auf der Straße ums Überleben kämpften und nicht wenige, die misshandelt wurden. Der Wunsch, aktiv gegen Tierleid vor allem vor Ort in Rumänien vorzugehen, begleitete mich daher schon lange. 2016 fuhr ich das erste Mal in unser jetziges Partnertierheim HAR nach Rumänien, um dort eine Woche mitzuhelfen und um Fina, die ich vorab auf einem Vermittlungsportal gesehen hatte kennenzulernen. Die Arbeit und das enorme Herzblut, das dort jeden Tag investiert wird, beeindruckten mich zutiefst und motivierten mich, fortan mehr für HAR zu tun. Was mir Jahr für Jahr bei meinen Besuchen auffiel, waren die immer gleichen Gesichter: die älteren oder scheueren Tiere. Zudem sah ich wie wenig (finanzielle) Unterstützung HAR bekam, obwohl sie eine so unfassbar wichtige Arbeit neben der Rettung von unzähligen Tieren, sei es durch Kastrationen und / oder Informationsarbeit leisteten. Und genau für diese ungesehenen Tiere und Menschen wollte ich eine Veränderung schaffen und mehr Unterstützung bieten.

2. Leben aktuell Vierbeiner bei dir?

Oh ja! Zu meinen ständigen Mitbewohnern gehören aktuell 5 Hunde (vier davon aus unserem Partnertierheim und eine Hündin aus Ungarn); zusätzlich zu den meist 1–4 Pflegehunden.

3. Was motiviert dich, dich im Tierschutz zu engagieren?

Für mich ist es keine Option, nicht aktiv Tieren zu helfen. Tiere haben keine eigene Stimme, bzw. wird diese so oft überhört oder gar nicht erst wahrgenommen. Deshalb ist es mir wichtig, mich für die Geschöpfe einzusetzen, die es nicht für sich selber tun können. Ich lebe seit 2012 vegan, weil Tierschutz für mich bereits auf dem eigenen Teller beginnt. Aber das allein reicht mir nicht aus. Schon als Kind hatte ich einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, und daran hat sich bis heute nichts geändert. Tierschutz kann sehr nervenaufreibend sein, aber ich stelle mir immer die Frage: Wenn ich es nicht mache, wer macht es dann? Gleichzeitig motiviert mich auch, dass ich sehe, wie viel im Tierschutz noch verbessert werden muss. Angefangen bei Vermittlungen. Oft sind diese zwar gut gemeint, aber schlecht gemacht. Es fehlt an fachlichen Einschätzungen, an transparenter Kommunikation oder an nachhaltiger Verantwortung – etwa wenn Tiere bei Problemen wieder abgegeben werden und etliche Vereine sich zurückziehen (wovon dann auch manchmal Tiere bei uns landen). Tierleid existiert überall. Wir helfen sowohl im Ausland als auch im Inland, ein Tier in Not bleibt ein Tier in Not, egal wo. Und wenn wir diesem einen Tier helfen und sein Leben zum Guten wenden konnten, ist das der Antrieb für den nächsten Fall. Außerdem ist es ein großartiges Gefühl, Menschen zum Umdenken zu bewegen und Teil eines engagierten Teams zu sein. Über die Jahre sind viele wertvolle Freundschaften entstanden. Gemeinsam mit Gleichgesinnten auch nur einen kleinen Beitrag zu leisten, um die Welt ein Stück besser zu machen, ist für mich eine der größten Motivationen.